Hallo liebe Freunde und Förderer von Mmabana,
Louis und Miriam sind wie angekündigt zurück in Deutschland
und wurden ersetzt durch uns, Megan und Jakob. Wir sind beide 18 Jahre alt und
haben in den letzten Monaten unser Abitur bestanden, um uns dann mit voller
Energie und Aufmerksamkeit auf unseren Freiwilligeneinsatz hier in Sambia
vorzubereiten. (hierbei nochmal ein herzliches Dankeschön an Daniela, Niels und
Thomas)
Nach einem 2-wöchigen Vorbereitungsseminar im beschaulichen
Hermannsburg hatten wir noch eine Woche Zeit bevor am 31.Juli unser Flieger
Richtung Sambia und Mmabana abhob. Wir verabschiedeten uns in Hamburg von
Freunden und Familie und starteten unsere Reise zuerst nach Dubai, um von dort
aus dann weiter nach Lusaka zu fliegen. In Dubai konnten wir bewundern wie
kontrastreich die Welt doch ist. Dort erlebten wir bereits einen ersten
„Schock“ auf unserer Reise: Es sollte eine Außentemperatur von 38°C um 5 Uhr
morgens herrschen.
Am frühen Nachmittag
erreichten wir dann am 1. August Lusaka, wo wir erneut von der Außentemperatur
überrascht wurden. Denn im „winterlichen“ Lusaka war es wärmer als im
„sommerlichen“ Hamburg. Gerade erst auf sambianischem Boden angekommen, lernten
wir sogleich eine wichtige Lektion für das Leben hier: Warten :D Vor den
Einreiseschaltern standen wir Schlage, selbst in der für die Einheimischen, in
die wir dann eingewiesen wurden. Als wir dann unser abgestempeltes Visum in den
Händen hielten und wir den Flughafen verlassen konnten, wurden wir bereits von
Lulu und ihrer Cousine erwartet. Die beiden fuhren mit uns zu „Arcades“, einem
großen Einkaufszentrum in der Stadt, wo wir erstmal Geld wechseln mussten. Und
plötzlich hatten wir ziemlich große Zahlen auf unseren Scheinen stehen: 20.000
oder 50.000 Kwacha. Hört sich sehr viel an, ist es an sich aber gar nicht.
Die Nacht verbrachten wir geruhsam bei Lulu und Bernd,
unseren Mentoren. Und am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus auf nach
Choma. Hier wurden wir erneut auf eine Seite unseren Heimatlandes für das
nächste Jahr aufmerksam gemacht: Sambia ist ein sehr christlich geprägtes Land.
Die Busfahrt begann mit einer kleinen Andacht und einem Reisesegen. Nach 4
Stunden erreichten wir Choma, wo wir von Miriam und Louis mit dem Taxi abgeholt
wurden. Nach einer kurzen Fahrt, waren wir endlich „zu Hause“. Und wurden dort
auch gleich vom „Wachhund“ Mubyabi, der größer und größer wird in
Empfang genommen.
Unser erster Tag war gleichzeitig der Letzte für Louis und
Miriam. So hatte das Festessen abends gleich 2 Gründe. Es gab Hühnchen, die am
Nachmittag noch von Megan und Miriam geschlachtet und ausgenommen wurden,
Gemüse und Nshima. Nshima ist das Nationalgericht Sambias und ist ein Brei aus
weißem Maismehl, den man mit der Hand sehr gut essen kann. Im Anschluss gab es
noch eine schöne Abschieds- und Willkommenszeremonie. Natürlich trafen wir
hierbei auch die meisten wichtigen Menschen für unser nächstes Jahr. Wir werden
probieren zumindest die Wichtigsten mal zu erwähnen. Da ist natürlich Jonny
unser Mitbewohner für den ersten Monat und von Oktober bis Dezember, der uns
bisher sehr schön herumgeführt hat und versucht uns unser Einleben so gut es
geht zu vereinfachen. Auch Nosiku war da, unsere zukünftige Chefin, die mit
ihren Kindern Blessing und Natalia gekommen war.
Am nächsten Morgen fuhren Louis und Miriam nach Livingstone,
um von dort nach Johannesburg in Südafrika zu fliegen, wo sie noch eine Woche
bei Monique blieben. Wir hingegen lernten unser neues Zuhause kennen und
stellten auch schnell eine bereits angekündigte Besonderheit fest. Es gibt nur
3 Mal am Tag Wasser, nämlich morgens von 6 bis 9, mittags von 12 bis 14 und
abends von 18 bis 20 Uhr. Aber wenn man sich auf solche Besonderheiten,
worunter definitiv auch eventuelle Stromausfälle zählen, einstellt, haben wir
hier ein sehr angenehmes Leben im Shampande Compound.
Das Kennenlernen einer neuen Kultur ist zum einen eine sehr
verrückte Angelegenheit, doch auch auf jeden Fall eine sehr erlebenswerte und
lohnenswerte Erfahrung. Soweit wir es jetzt schon beurteilen können, sind die
Sambianer ein freundliches Volk mit einem essentiellen „how are you?“. In
diesem Rahmen sitzen auch schon die ersten Wörter in einheimischen Sprachen wie
Tonga oder Njanya.
Nach und nach wurden uns die verschiedenen Aktivitäten und
Projekte von Mmabana vorgestellt.
Hierunter zum Beispiel haben wir in unserer ersten Woche bereits am
Youth Club oder dem Kids Club teilgenommen. Viele Kinder treffen wir auch immer
wieder rund um unser Haus, da die Nachbarschaft doch eine sehr Kinderreiche
ist. Die Projekte werden wir jedoch in weiteren Blogs näher vorstellen, wenn
wir öfter dort gewesen sind und mehr berichten können als einen oberflächlichen
Eindruck eines gerade angekommen Deutschen in Sambia.
Bei dem ersten
Meeting des „Management Boards“, dem alle Vollzeitvolontäre angehören, bekamen
wir sehr schöne Tonga-Namen. Tonga ist eine der Hauptsprachen, die hier in
Southern Province gesprochen werden. Jakob bekam die Bezeichnung Chipego oder
auch kurz Chipo (Tonga für Geschenk) und Megan Luyando (Tonga für Liebe).
Letztes Wochenende verhielten wir uns mal ausnahmsweise wie „richtige“
Touristen und fuhren nach Livingstone, der Stadt der Victoriafälle. Nach einem
schönen Abend mit einem guten Essen in einem italienischen Restaurant (sehr zu
empfehlen das „Olga’s“, denn beim Essen unterstützt man sogleich ein
Jugendprojekt in Livingstone) ging es am nächsten Tag zu den Victoriafällen. Um
die Fälle zu beschreiben fehlen uns die Worte.. vor allem ein Sonnenuntergang
oberhalb der Fälle ist unbeschreiblich schön, auch wenn man dabei gelegentlich
etwas nass wird. Wir bitten hier bitte um Nachsicht und hoffen, dass ein/zwei
Bilder dies entschädigen können.
Wir hoffen wir konnten euch einen ersten Einblick in unser
Leben hier geben und werden in den nächsten Blogs noch mehr über unsere
Aktivitäten und Arbeit berichten.
In diesem Sinne liebe Grüße aus Sambia, dem Land wo man im
Winter aufpassen muss, nicht zu braun zu werden.
Twalumba maningi für's Lesen!
Megan und Jakob
Megan und Jakob
| Spaß darf natürlich nicht fehlen.. :) |
| Sonnenuntergang auf den Falls. |
Hey,
AntwortenLöschenviel Spaß und Erfolg euch beiden!
Ich schreibe gerade zufällig eine Hausarbeit über Livingstone. ;)
Liebe Grüße,
Lea (aus dem KFS, Jakob kennt mich)